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in Beuel, seit neunzehnhundertdreiundachtzig

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-> code-knacker.de

Solides Bio-Basiswissen, aktuelle Nachrichten, viele Daten und Links bei
-> Stiftung Ökologie und Landbau.

-> Fachinformationssystem ökologischer Landbau bietet eine solide Einführung mit viel Hintergrund.

-> Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über Gesetze, Kontrollstellen sowie rund um den Verbraucherschutz.

Der Dachverband der Anbauverbände
-> Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Deutsche Bio-Verbände
–> demeter.de
–> bioland.de
–> naturland.de
–> gäa eV.
–> biopark.de
–> ecovin.org

–> ifoam
internationale Richtlinien, englischsprachig


Bio-Siegel

gute Siegel, böse Siegel



Das Bio-Siegel
Das staatliche Bio-SiegelSeit Ende der 1990er-Jahre gibt es das Deutsche Bio-Siegel. Dem zugrunde liegt eine Zertifizierung nach Europäischen Bio-Standards, es ist also wirklich Bio drin wenn das Siegel drauf ist.
Mit gewissen Abstufungen, dazu finden Sie hier auf der momosite reichlich informationen.

Der Grund der bildlichen Darstellung ist, dem Verbraucher den Unterschied zu vermitteln zwischen konventionell und biologisch erzeugten Lebensmitteln. In so fern ist es für uns, als reiner Bio-Betrieb, uninteressant: Es gibt keine konventionellen Produkte in unserem Sortiment.

Das staatliche Bio-SiegelNichts desto trotz müssen alle Produkte in der Bundesrepublik dieses Siegel tragen und, seit etwa 2010, zusätzlich das europaweit gültige Siegel.

Die mit dem neuen Siegel einher gehende Neufassung der Regelungen zum Bio-Anbau wird von den Anbauverbänden heftig kritisiert, weil sie bisherige Öko-Standards zugunsten des internationalen Handels verwässert und staatliche Kontrollen weniger streng fasst. Die Neufassung sei ein Rückschritt und biete weniger Verbrauchersicherheit, sagen Sprecher der Anbauverbände. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kritisiert insbesondere folgende Punkte:

1. Die bisherige Verordnung unterband klar jede Form von missbräuchlicher und irreführender Produktkennzeichnung mit dem Begriff "Bio". Der jetzige Verordnungsentwurf gibt diese Klarheit und damit auch die durch Rechtsurteile untermauerte Sicherheit auf.
2. Die Regelungen zum Import von Bio-Produkten sind nicht präzise genug, um eine Gleichwertigkeit von europäischer und Ware aus Drittländern sicherzustellen. So müssen beispielsweise ab Januar 2007 Import-Produkte aus Drittländern nur noch dem Codex Alimentarius entsprechen, der in der Welthandelsorganisation definiert, was Bio ist. Außerdem wurde die Einfuhr in die EU erleichtert, bestimmte Kontrollpapiere braucht man nicht mehr. Das begünstigt Öko-Schwindel.

Zusätzlich zum Siegel muss jedes Produkt eine Kontrollstellenangabe vorweisen, zB "DE-ÖKO-013"
Siehe -> Momos Zertifikat (pdf).
Daraus lässt sich der Hersteller, die Verarbeitung, die Herkunft der einzelnen Zutaten, die Art des Anbaus, et cetera exakt rekonstruieren.
–> bioc.info gibt Aufschluss über die meisten zertifizierten Unternehmen.
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Premium- und Billig-Bio
Immerhin- einen bedeutenden Teilerfolg konnten die Bioverbände erzielen: Nach zähem Ringen in politischen Gremien konnten sie den Angriff der EU-Kommission auf die Markenrechte und Qualitätszeichen der Bioverbände abwehren. Verbände wie z.B. Bioland, Demeter und Naturland können auch weiterhin nach eigenen Biostandards arbeiten, dies Verbrauchern deutlich kommunizieren (z.B. mit Markenzeichen auf der Ware) und damit weiterhin verlässliche Orientierung bieten. Das war in der ursprünglichen Fassung der Gesetzes-Novellierung nicht mehr vorgesehen.
Auf privatrechtlichen Organisationen läge jetzt die Verantwortung, Biolandbau konsequent weiter zu entwickeln und das Vertrauen der Konsumenten in hochwertige Bioprodukte zu sichern, sagt Biolandvorstand Thomas Dosch. Es wird befürchtet, dass die Schere zwischen der Qualität von Verbands-Bio und EU-Bio künftig stärker auseinander driftet.

Anbauverbände bieten mehr als das Gesetz vorschreibt
Etwa 60 Prozent der deutschen Bio-Bauern sind Mitglied in einem der Anbauverbände: Bioland, Naturland, Demeter, Gäa, Biokreis, Biopark oder Ecovin. Auch im europäischen Ausland haben sich viele Bio-Bauern Anbauverbänden angeschlossen (z.B. Ecocert, Ernte, Scal etc).

Die privaten Bio-SiegelDie Richtlinien der Bio-Anbauverbände gehen über die gesetzlichen EU-Öko-Mindeststandards hinaus. Sie garantieren eine strenger kontrollierte Bio-Qualität.

Einige wichtige Unterschiede von EU-Bio und deutschen Verbandssiegeln:
Umstellung: Die Anbauverbände verlangen, dass der ganze Hof ökologisch arbeitet. Im Stall Öko und auf dem Acker konventionell arbeiten, wie das die EU-Bio-Verordnung erlaubt, geht nicht.
Futtermittel: Konventionelle Futtermittel dürfen gar nicht mehr oder nur in ganz engem Rahmen zugefüttert werden. Die EU erlaubt größere Rationen verschiedenster konventioneller Futtermittel.
Flächenbindung: Die EU erlaubt bei Schweinen und Hühnern wesentlich mehr Tiere pro Hektar.
Düngerzukauf: Wenn sie Bedarf nachweisen, dürfen EU-Bio-Bauern auch Gülle und Jauche aus konventionellen Betrieben einsetzen. Verbandsbauern ist das verboten.
Hilfs- und Zusatzstoffe: Die Verbände regeln für jede Produktgruppe, welche Zusätze erlaubt sind. Sie verzichten– im Gegensatz zur EU-Verordnung– weitgehend auf Enzyme und natürliche Aromen.
Diese Regelungen und weitere Unterschiede im Detail machen die Erzeugung von „Verbands-Bio“-Lebensmitteln aufwändiger und teurer als bei „EU-Bio“.
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Fazit
Trotz einiger Schwächen hat die Einführung der EU-Öko-Verordnung für Bio klare Standards gesetzt.
Der Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger, die Bindung der Tierhaltung an die bearbeitete Fläche, das Verbot von Gentechnik und Bestrahlung, die Beschränkung der Zusatzstoffe in der Verarbeitung: All das unterscheidet Öko-Landbau und Verarbeitung deutlich von der konventionellen Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie.
Umso bedauerlicher, dass die Neufassung der Verordnung nun wieder zurückrudert. Dadurch gewinnt die strenge Richtliniengebung der Bio-Verbände weiter an Bedeutung. Die Markenzeichen der Bio-Anbauverbände bieten den Kunden die größte Sicherheit.

Lese-Tips
Die Broschüre „Lebensmittel aus ökologischem Landbau“ wurde herausgegeben vom Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid), 37 Seiten.
ISBN 3-89661-552-1 (Bestellnr. 1218).
Zu bestellen bei: aid-Vertrieb DVG,
Birkenmaarstr. 8, 53340 Meckenheim
Telefon 02225-926146
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Falsche Versprechen
gibt eine ganze Reihe. Untermauert durch Seriosität- suggerierende Siegel mit irritierender Beschreibung.
Zu diesen Pseudo-Bio-Bezeichnungen zählen:

• „Integrierter Anbau“; bedeutet, dass der Chemieinsatz den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Also die Pestizide nach Anleitung aufs Feld aufgebracht werden. Tatsächlich. Unfassbar. Mit Öko-Landbau hat das natürlich nichts zu tun.
• „Kontrolliert“ ohne den Hinweis auf ökologischen oder biologischen Landbau besagt wenig. Steht es allein, ist dies ein sicherer Hinweis, dass kein Bio-Produkt vorliegt.
• Auch "kontrollierter Vertragsanbau" sagt nichts über Herstellung oder Anbau aus.
• Ebenso sind Bezeichnungen wie „extensiv“, „umweltfreundlich“, „umweltschonend“, „naturnah“ oder „ungespritzt“ (...) keine Hinweise auf eine ökologische Herkunft der Produkte.
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