momomaus

 

in Beuel, seit neunzehnhundertdreiundachtzig
Hilfe zu Sprach- und Landeskenntnissen für Migrantinnen und Migranten, bitte weiterleiten
-> zanzu.de
 
kennst Du -> ducktator?
 
So wird der Nazi-Aufmarsch zum Spendenmarsch
–> rechts-gegen-rechts.de
 
be deutsch
Momos –> YouTube-Tipp
 
Xenophobie
Der Ausdruck setzt sich zusammen aus den griechischen Begriffen xenos (Fremder; Gast) und phobos (Angst). Xenophobie bedeutet eigentlich „Fremdenangst“ wird oft mit „Fremdenfeindlichkeit“ gleichgesetzt. Xenophobie beschreibt eine ablehnende Haltung gegenüber andersartigen Personen. Dazu zählt die Ausländerfeindlichkeit, aber auch die Ablehnung von Personen anderer Glaubensauffassung, anderer sozialer Schichten etc.
Damit Du auch künftig dem Kind einen Namen geben kannst ;-)

 

nsu-prozess
Der NSU-Prozess wird von vielen Vertretern der Presse begleitet, darunter "Brigitte" und "Bild", bekannt für deren investigativen Journalismus, vor allem was den Rechtsradikalismus angeht.
Also, da ist durchaus noch Luft nach oben.
Siehe -> nsu-watch.info
Wir unterstützen jene, die in unseren Augen eine unabhängige Öffentlichkeitsarbeit leisten können und baten Euch ebenfalls um eine Spende.
Momo legte den gleichen Betrag noch mal oben drauf, so haben wir über
–> 1290 Euro überwiesen !
 
Links extern:
->Nazi-Mode (Video)
–> Bonner AntiFa: –> Nachrichten gegen Rechts–> Friedenkooperarive
Utopia zu –> Satzungsänderungen bei Bio-Verbänden?–> Geschichtlichen Hintergründen
–> Gruppen gegen Rechts
 
Momo trägt keine Verantwortung für die Inhalte externer Seiten, siehe –> Impressum
 
 

 

 


Braune Ökologen

rechtsextremes Getümmel im grünen Mäntelchen

Momos "Braune" Seite
Rechtsextreme, die sich gegen Gentechnik wehren, sich an Anti-Atom-Protesten beteiligen und biologische Landwirtschaft betreiben, sind „braune Ökologen“.
So abwegig die Idee auf den ersten Blick sein mag, Nazis und Ökos in einen Sack zu stecken: Dort wird Natur- und Umweltschutz zu Heimatschutz, gesunde Nahrung und gentechnikfreie Landwirtschaft zum Zwecke des Erhalts der Deutschen Rasse propagiert. Der Braune Sumpf quakt gerne Sprüche wie "Schutz der Doitschen Heimat". Und findet so auch Gehör, in der Nation der Dichter und Denker.
Nichts neues, richtig. Vielleicht schon seit der Erfindung des Rads. Spätestens seit der Industrialisierung.
Bereits 1935 erließen die Nationalsozialisten das Reichsnaturschutzgesetz, das Heimat- mit Naturschutz verband und Elemente der „Blut-und-Boden-Ideologie“ beinhaltete. Die NPD hatte 1973 den Punkt „Volksgesundheit und Umweltschutz“ in ihrem „Düsseldorfer Programm“ und wollte mittels ökologischer Bildung die „Volksgesundheit“ der Deutschen erhalten. Auch in aktuellen Parteiprogrammen wendet sich die NPD gegen Gentechnik in Lebensmitteln sowie gegen Massentierhaltung und Tierversuche. Das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung soll gezielt zu Propagandazwecken ausgenutzt werden.
 
"Braune Ökologen" heißt eine lesenswerte Studie der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie zeigt auf, wie sich Rechtsextreme gegen Agro-Gentechnik wehren, eine biologische Landwirtschaft propagieren und sich in der Bio-Szene breit machen.
Die verschiedenen Autoren geben einen bundesweiten Überblick, ordnen die Öko-Nazis historisch ein und zeigen am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns, wie diese Unterwanderung konkret aussieht: Die Nazis gründen Bio-Höfe und Siedlungsprojekte in der Tradition germanischer Landnahme, engagieren sich sozial vor Ort und arbeiten in Initiativen etwa gegen Schweinemastanlagen mit. Die Studie warnt auch davor, dass die braunen Ökos Zugang zu den regionalen Produktions- und Vertriebsnetzen des Bio-Fachhandels suchen.
-> zum download "Braune Ökologen" (pdf ext.)
 
Ebenfalls lesenswert:
Der "Spiegel" über die –> Braune Bio-Kameradschaft
Die "Süddeutsche" über –> Idylle in Grün-Braun
Ausgelöst wurde die bundesweite Diskussion durch den BÖLW im Juni 2012.
-> Resolution BÖLW (pdf, ext.)
 
Mit welchen Ergebnis?
Die Reaktionen der Bio-Verbände waren gemischt. Bioland spricht sich als einziger Verband klar und deutlich gegen Rechts aus. Auf den Webseiten von Demeter oder Biopark sucht man vergebens nach Richtigstellungen oder Konsequenzen (Stand: Feb.2013).
 
>>Der Anbauverband Bioland spricht sich auf seiner Bundesdelegiertenversammlung gegen jedwede Form von Rassismus sowie Verfassungs- und Fremdenfeindlichkeit aus. Dazu nimmt der Verein eine Satzungsänderung vor.
„Bioland ist kein neutraler Erzeugerverband, sondern eine Wertegemeinschaft– rechtsextremes Gedankengut hat keine Chance“, sagte Bioland-Präsident Jan Plagge. Mit der Satzungsänderung präzisiere der Anbauverband die Möglichkeiten, ein Mitglied auszuschließen, wenn es gegen die Grundsätze des Verbandes verstößt. Gleichzeitig schaffe der Verband damit die Grundlage, Bauern mit entsprechender Gesinnung gar nicht erst aufzunehmen. Bioland trete Bestrebungen entgegen, die die ökologische Landwirtschaft mit diskriminierenden und menschenverachtenden Positionen in Verbindung bringen wollen.
In den vergangenen Monaten berichteten Medien von Aktivitäten der rechten Szene, den ökologischen Landbau lokal zu unterwandern. Häufig wurde das ökologische Prinzip der standortgebundenen Betriebsorganisation in die Nähe der rechtsgerichteten Blut-und-Boden-Ideologie gerückt. Dagegen verwehrt sich Bioland. „Der ökologische Landbau fördert die Vielfalt in der Natur und steht auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. In diesem Sinne setzt sich Bioland für Meinungsfreiheit, Austausch zwischen Kulturen und die Achtung der Menschenwürde ein“, so Plagge.<<
-> Bioland gegen Rechts, 27.Nov.2012
Kurz darauf folgte eine -> Resolution von Bioland, die die Änderung der Aufnahmekriterien einleiten soll.
 
Schon in den 1980er-Jahren führten wir bei Momo Debatten über Braune Ökologen und informierten über die Rechte Szene in unserer Region, zumal damals mensch nicht einfach mal googlen konnte um Adressen, Hilfe, Schutz, Informationen zu finden, da war noch echte Recherche angesagt.
Einst stand bei Momo regelmässig ein Fahrzeug mit getönten Scheiben auf der gegenüberliegenden Strassenseite; typisch unauffällig bespitzelte uns der Verfassungsschutz. Zur Zeit des Deutschen Herbst keine Seltenheit, was linke Projekte anging. Sicherlich wurde Momo in Augen des Staatsschutzes als verfassungsfeindlich eingestuft, syphatisierten manche Momos öffentlich mit den Gefangenen der RAF (Rote Armee Fraktion). Dazu muss der Leser wissen, dass damals Isolationshaft für Terroristen zur Tagesordnung gehörte, von wegen es gäbe keine Folter in Deutschland. Keine Entschuldigung für die Morde der RAF, Gewalt ist ein Irrweg.
Wenig später, klingt fast witzig, stehen die gleichen Fahrzeuge vor unserer Tür um uns vor dem Rechten Mob zu schützen, denn es wurden häufig Anschläge auf Momo verübt. Zerstochene Reifen am Transporter, Nazi-Parolen und Symbole auf unseren Schaufensterscheiben waren keine Seltenheit. Zumal ein Drahtzieher der Szene direkt gegenüber Momo wohnte.
Eine gehörige Investition war, die riesigen Schaufenster durch Panzerglas zu ersetzen.
Allerdings sagte man uns auch, persönlich, wir seien "selber Schuld" wenn wir uns diesen Gefahren aussetzten; durch unsere Propaganda gegen Rechts, in Form von öffentlichen Demonstrationsaufrufen sowie des Verkaufs einschlägiger Zeitschriften die mensch sonst nirgendwo in Beuel gefunden hätte: Man könne für unseren Schutz nicht garantieren.
momo-raoul







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