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viel Umsatz - viel Idealismus

copyright by azubi don-bohne

das Zeug von letzter Woche...

jez jünstig...

yo


Momos Preise

ohne Umsatz - kein Idealismus


-> Preise für Lebensmittel
-> Profitmaximierung
-> Wie bei MOMO die Preise entstehen
-> Der Preis der kleinen Preise
-> Wachstum, Umsatz, Kosten
-> Preis-Wert


Preise für Lebensmittel
Der Naturkosthaushalt ist in ehrlichen Statistiken derjenige, welcher geringere Ausgaben für Lebens- und Genußmittel aufbringt. Nicht, dass die Krankenkassen etwa einen "Öko-Bonus" auszuschütten gedächten.
Geringerer Fleischkonsum, weniger Restaurantbesuche, weniger Alkohol, weniger Zigaretten tragen dazu bei. Ebenso wie die besser Qualität von Naturkost, Klasse statt Masse, der bewusstere Umgang, der höhere Nährwert.
Wer dazu noch Zeit mitbringt, zum Kochen, Backen, Zubereiten, wird merken dass es viele köstliche, preiswerte und schnelle Möglichkeiten gibt, sich einfach und natürlich und gesund und genußvoll zu ernähren.

Der Einkommensanteil, den wir für Lebens-Mittel ausgeben, sinkt beständig. Bereitwillig geben- vor allem wir Deutschen- unser Geld für Heim und Fahrzeug aus, doch beim Essen setzen wir andere Massstäbe. Nirgendwo in Europa sind die meisten Lebensmittel so günstig wie in Deutschland, gemessen am Wohlstand der Bevölkerung.
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Ein reeller Preis für eine Ware wäre, die Folgekosten des Produktes mit in die Kalkulation einzubeziehen. Vom Anbau bis zur Kompostierung, von der Herstellung bis zur Entsorgung, alle Neben-Kosten des Produktes.
Ökologische Ware wäre deutlich preiswerter als konventionell erzeugte Lebensmittel, da deren "ökologischer Rucksack" nicht so gross ausfällt. Durch ökologische Landwirtschaft werden weniger Schadstoffe in die Umwelt gebracht. Das erspart die Folgekosten zB der Boden- und Grundwasserverseuchung, sinkender Artenvielfalt uvm.
Naturkost ist nachweislich gesünder, mit folglich geringerer Belastung der Krankenkassen, auch durch das Fehlen krankmachender Pestizide.
Ein guter Bioladen vermeidet unnötige Umweltbelastungen, mit ökologischer Ladeneinrichtung, alternativem Verpackungsmaterial, biologischen Reinigungsmitteln, der Nutzung regenerativer Energien, mit Transportvermeidung.

Das Zustandekommen von Preisen beginnt eigentlich an ganz anderer Stelle. Wir bezahlen im Geschäft gar nicht vorrangig für das Produkt, das wir erwerben, denn
- Lebensmittel werden an der Börse gehandelt,
- Subventionen verzerren ehrliche Preisgestaltung,
- Die Folgekosten der Lebensmittelproduktion, vor allem der Konventionellen, vom Anbau bis in die Müllverbrennung, belasten unsere Umwelt und Gesellschaft erheblich. Werden aber nicht im Verursacherprinzip abgerechnet, sondern von uns allen an der Ladentheke und mit unseren Steuern. Das ist umweltpolitisch völlig falsch. Und wettbewerbsverzerrend.
Wir alle tragen die Konsequenzen und damit die Folgekosten für Umweltschäden, verursacht durch Landwirtschaft, Industrie, Transportunwesen, für Fehlernährung, Allergien, Krankheiten, Vergiftungen, Trinkwasseraufbereitung, Klimawandel,...
So betrachtet sind viele Bioprodukte, und erst recht frische regionale Bioprodukte, langfristig die sehr viel preiswertere Alternative. Dass Naturkost teurer ist als konventionelle Produkte ist also ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.
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Profitmaximierung
Der gesunde Menschenverstand legt die Vermutung nahe, höhere Preise bedeuteten, jemand schneide sich ein grösseres Stückchen vom Kuchen ab. So wäre das ja auch "normal".
Bioware wird inzwischen im grossen Stil produziert. Global Player spielen schon lange eine grössere Rolle als weithin bekannt ist.
Trittbrettfahrer (damit meine ich den konventionellen Einzelhandel, vor allem, mit seinen Bio-Ecken) investieren Millionen um den Schein zu wahren, haben schon immer nichts anderes im Sinn gehabt als uns eine schöne Umwelt zu bescheren. Naturnah, kontrolliert, glückliche Lila Kühe aus saftigen Wiesen und die Extraportion Milch mit Cerealien. Wie wir alle wissen.

Wenn der Preis das Leitmotiv ist und nicht die Qualität (der Lebensmittel, des Handels,...), führt das zwangsläufig zu einer Qualitätsverwässerung. Die "Branche" taumelt von einem Skandal in den nächsten, das gefährdet die Glaubwürdigkeit und schadet auch dem Fachhandel. Auch dem Verursacher, doch bei einem nur geringem Anteil an Bio-Ware macht sich ein Umsatzrückgang nur sekundär bemerkbar. Schliesslich listetet man dann die umsatzschlappen Produkte einfach wieder aus.
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John Ruskin, engl. Sozialreformer, 1819 - 1900 :
"Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte.
Und die Menschen, die sich ausschließlich am Preis orientieren, werden gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zuwenig zu bezahlen.
Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.
Bezahlen Sie dagegen zu wenig, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.
Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen.
Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."
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Ohne Umsatz- kein Idealismus
Dass ein Unternehmen nicht nur durch reichhaltigen Idealismus finanziert werden kann haben wir Momos erst lernen müssen. Seit 1983 hatten wir auch genug Zeit dazu.
Heute sind wir ein gesundes Unternehmen, in jeder Hinsicht. Doch suchen wir nicht die Profit-Maximierung, sondern die Optimierung: Die Deckung der Kosten. Für die Ware der Erzeuger und Händler; für den Betrieb und für den Lebensunterhalt von fast 3 Dutzend Momos.
Wie unsere betriebswirtschaftliche Entwicklung ist, darüber informieren wir in unregelmässigen Abständen. Transparenz ist unser Anliegen, von der Herkunft und Verarbeitung unserer Produkte bis hin zur Verwendung unserer Einnahmen.
Wie unsere Preise entstehen
An erster Stelle der Preisgestaltung im Bioladen stehen die Ausgaben für die Ware.
Unsere Bauern und Bäuerinnen verbrauchen weniger Düngemittel und keine Pestizide, geben weniger Geld aus für Fuhrparks und Maschinen als konventionelle Erzeuger, haben dafür aber sehr viel höhere Personalkosten.
Der Ernteertrag ist in unserer Region bis zu 30% geringer als im konventionellem Anbau.
In der Tierhaltung werden hochwertige Bio-Produkte verfüttert
So wird unterm Strich etwas weniger verdient als in der konventionellen Landwirtschaft.
Subventionen machen bei unseren Biobauern einen unbedeutenden Faktor aus, was den Preis im Verhältnis zu subventionierten Lebensmitteln erhöht.
Kontrollen machen einen wesentlichen Kostenfaktor aus.
Die Höfe werden regelmäßig kontrolliert, so werden z.B. Boden- oder Gemüseproben analysiert und der Warenfluß (Verhältnis Anbaufläche zu Ertrag) kontrolliert. Neben den Kontroll- und Analysekosten fallen Beitragszahlungen an.
Staatlicherseits findet jährlich eine Kontrolle statt, bei der die Einhaltung der EU-Normen kontrolliert werden, das ist der Mindeststandard für eine Anerkennung als biologisch- wirtschaftender Betrieb.
Wir bevorzugen Ware, die zusätzlich von einem privaten Anbauverband kontrolliert wird, wie z.B. Demeter oder Bioland. Die Richtlinien sind weitreichender als die EU- Norm, und auch hier fallen wieder zusätzliche Kosten an, von denen der konventionelle Landwirt verschont bleibt.
Ebenfalls bei MOMO fallen Kontrollkosten an. Neben den Besuchen seitens öffentlicher Stellen lassen wir uns alle zwei Jahre durch den –> BNN (Bundesverband Naturkost und -Waren) kontrollieren.
Zusätzlich werden wir durch einen anerkannten Öko-Zertifizierer kontrolliert. Weil wir Ware anbieten, die nicht in Original- Verpackung ist (wie zB Käse, Obst & Gemüse, Abo-Kisten), wird hier Einkauf und Verkauf verglichen, Lieferanten-Zertifikate überprüft, usw. –> zum Zertifikat
Qualitäts- und Schadstoffanalysen bringen einen beachtlichen Kostenaufwand mit sich, ebenfalls bei den verarbeitenden Betrieben und im Grosshandel.
Erneut auf dieser Handelsstufe fallen Kontrollkosten an, sowohl von staatlicher wie von Verbandsseite: Niemand darf einfach irgendwas in Tüten füllen und "bio" draufschreiben, ohne die entsprechenden Kontrollen.
Ob wirklich bio drin ist, wo bio draufsteht, erkennen Sie an dem Hinweis auf die Kontrollstelle, der auf keiner Verpackung fehlen darf, z.B.: DE-007-Öko-Kontrollstelle. Sollten Sie Zweifel an der Seriösität eines als "bio" ausgelobten Produkts haben, teilen Sie es uns bitte mit, wir leiten das an geeignete Stellen weiter.
Ein weiterer wesentlicher Kostenpunkt entsteht durch den Transport der Produkte.
Wenn wir Ware eines unserer regionalen Biohöfe beziehen, ist diese i.d.R. teurer als importierte französische oder italienische Ware. Und, es ist paradox, aber wenn ein "Grosser" den ganzen Kram tonnenweise in der gesamten Nation verteilt ist das günstiger als regional eine kleinere Ernte zu vermarkten.
Zweifelsohne nicht ökologischer, aber über den "ökologischen Rucksack" steht ja auch nichts auf dem Etikett: Bio ist trotzdem drin, auch wenn die bayrische Biomolkerei Milch von friesischen Kühen in Berlin verkauft.
Unsere Aufgabe ist, eine Sortimentsauswahl zu treffen die unseren Interessen entspricht: Wir bevorzugen die oft teurere, regionale Ware. Dafür aber erhalten wir unvergleichliche Qualität. Das macht unsere Produkte zwar nicht billiger, aber ökologischer, ideologisch vertretenswerter und identifikationsträchtig.
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Die unterste Handelsstufe ist der Bioladen.
Je grösser der Betrieb um so geringer sind die Kosten, verhältnismässig. Je kleiner die Struktur, um so teurer, je kleiner ein Geschäft, um so höher fällt der Preisaufschlag aus, denn Ausgaben für Miete, Fahrzeuge, sowie Verbrauchskosten et cetera sind verhältnismäßig höher.
Laut statistischen Erhebungen seitens des Instituts für Handelsforschung in Köln sieht die Kostenstruktur für kleine Bioladen stark vereinfacht folgendermaßen aus:
2/3 der Einnahmen decken den Warenbezug, 1/3 alle anderen Kosten, und unterm Strich macht jeder Bioladen tausende Miese im Jahr.
Dass das aber nicht immer bedeutet, dass die kleinen Läden schliessen, liegt meist an der geringeren Entlohnung der UnternehmerInnen. Die Erhebungen berücksichtigen auch kalkulatorische Faktoren, also wie hoch das Unternehmergehalt im "Normalfall" wäre.
Vielen BioladnerInnen ist die Authentizität wichtiger als ein höheres Gehalt (und sowieso keine Zeit es auszugeben).
Mischkalkulation
Nicht jedes Produkt kann mit dem gleichen Aufschlag kalkuliert werden.
Bei Momo liegt der Aufschlag zwischen 5 und 70%. Welche Produkte wir zu welchem Preis verkaufen liegt aber nur zu einem Teil in unserem Ermessen.
Wir gestalten innerhalb dieser Mischkalkulation die Verkaufspreise derart, dass manche Produkte nicht teurer sind als andere, obwohl im Einkauf ein Unterschied besteht. Wir fördern eher Grundnahrungsmittel, frische, möglichst unverarbeitete, regionale Produkte und solche kleiner Hersteller als eine Fertigpizza aus der Tiefkühlung.
Würden wir stur kalkulieren würden wir unsere Kunden verschrecken, wenn bei Momo Milch und Butter knapp das doppelte kosten würden als anderswo. Dass dadurch anderes billiger wäre fiele nicht so sehr ins Gewicht, da es die verkaufspsychologisch wichtigen Eckpreise gibt. Jeder Verbraucher kennt diese und bewertet anhand dessen das Preisniveau seiner Einkaufsstätte, nicht anhand des tatsächlichen Durchschnittsaufschlags.
Unprofessionell
Eine falsche Struktur kann Produkte unverhältnismässig verteuern. Das mag für die hutzelige Öko-Szene vor Jahrzehnten zugetroffen haben. Heute ist der Handel professionell organisiert, allerdings mit ethischen Abstufungen.
Werbeetat
Übrigens: Alldi und Liddl zusammen geben etwa 600 Millionen Euro jährlich für Werbung aus (ca.Anno 2000). Kosten, die die Produkte weder besser noch günstiger machen. Es sollte zu denken geben warum so viel Geld für Marketing ausgegeben werden muss.
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Der Preis der kleinen Preise
ist z.B. Dicke Beine für fünffuffzig, denn an den Personalkosten wird gespart. Kosteneffiziente Personalstruktur kann Ausbeutung bedeuten, wenn zB nur stundenweise der Arbeitsbedarf abgerufen wird, Sozialabgaben gespart, Überstunden nicht vergolten werden, der Kündigungsschutz ausgehebelt wird.

Der Preis ist Monokultur. Wachse oder weiche. Einfalt statt Vielfalt, in der Landwirtschaft, der Tier- und Pflanzenwelt, der Ernährung.
Einkaufspreise werden diktiert statt akzeptiert, der Landwirt wird gezwungen, billiger zu produzieren, die Preise orientieren sich nicht an einer Kostendeckung, sondern an der Marktsituation oder dem Gutdünken der Vorstandsetage die ihre Konkurrenz platt zu machen oder ihre Boni zu verdoppeln gedenkt.

Der Preis ist erhöhtes Verkehrsaufkommen, mit allen Konsequenzen, von Stau bis Strassenbau, Spritgestank bis Fluglärm. Es wird Billigware importiert statt regional bezogen. Alle Komponenten eines Produktes werden so preiswert wie möglich eingekauft, aus der ganzen Welt zusammengekarrt. Hauptsache billig.

Der Preis ist eine hohe Schadstoffbelastung. Erst die der landwirtschaftlichen Flächen, dann die der Produkte, schliesslich die des Zwischenlagers Homo Sapiens und dann die des Grundwassers.
Kontrollen und Analysen sind die Ausnahme, und wenn mal ein Skandal ans Tageslicht kommt, das Produkt dazu ist schon längst vom Markt (sprich: gegessen).
Schadstoffhöchstmengenverordnungen lassen sich umgehen, indem aus vielen Pestiziden ein Cocktail gemixt wird, mit unerforschten Konsequenzen.

Der Preis ist Einweg statt Mehrweg, denn Mehrweg kostet Zeit und Geld.

Der Preis ist ein geringes Sortiment, wenig Auswahl, die Schnelldreher auf Palette in einem Verkaufsraum ohne Atmosphäre mit Mitarbeitern ohne Gute Laune. Und beraten kann auch keiner, wozu auch, die 500 Artikel kennt ja jeder.

Das will natürlich niemand.


Wachstum-Umsatz-Kosten
Momo ist seit 1983 zu einem sehr grossem Bioladen gewachsen. Klassifikation "Bio-Supermarkt".
Die Bezeichnung "Supermarkt" hat in meinen Ohren etwas abwertendes. Zwar suggeriert dies einen grossen Laden mit viel Auswahl und günstigen Preisen, was teilweise zutreffend sein mag. Doch ruft es in mir auch Bilder hervor von Anonymität, Eile, Idiotie und Stress, die mit Momo nun gar nichts zu tun haben.
Unser Rohertrag, also das Geld das übrig bleibt, wenn die Lieferanten bezahlt wurden, liegt beruhigend über 30%, der existenziellen Untergrenze, im Lebens-mittel-fach-einzel-handel.
Hiervon zahlen wir alle anfallenden Kosten.
Zum einen die Gehälter.
Es sind 25 Mitarbeiter in Festanstellung, bei 20 bis 60 Wochenarbeitsstunden. Alle arbeiten- natürlich- sozialversichert und lohnsteuerpflichtig. Weitere bis zu sechs Auszubildende bereichern das Team, Aushilfen sind Ausnahmen.
Dann die Geschäftskosten.
Einen dicken Batzen machen die Miet- und Nebenkosten aus. 600qm Verkaufsfläche, hunderte qm Nebenräume, zwei Garagen, dreizehn Kundenparkplätze- da kommt was zusammen.
Unser Ökostrom ist nur unwesentlich teurer als Atomstrom. Trotz ausnahmsloser Verwendung von Sparbirnen, sparsamster Zentralkühlung, die Menge machts. 50% Licht, 50% Kühlung.
Die kundenfinanzierte –> Solaranlage steuert einen grossen Teil bei, ebenso die Kraft-Wärme-Anlage für unseren Warmwasserverbrauch. Acht Meter Milchkühlung, acht Meter Käsetheke, fünf Meter Metzgerei, acht Meter Gemüsekühlung, klimatisierter Packraum für den Lieferdienst, vier Kühlzellen im Lager, vier Tiefkühltruhen, da kommt was zusammen.
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Nach Abzügen weiterer Kosten, Steuern, Beratung, Verpackung, pipapo, was dann noch übrig bleibt wird "Gewinn" genannt.
Klingt erstmal wie der Grosse Preis, ist aber nicht so. Hiervon müssen Investitionen finanziert werden, Lastrad, Waage, Anschaffungen grösserer Art; Kredite getilgt werden; Steuern gezahlt werden; und nicht zuletzt, der Unternehmer (das bin ich) seinen Lebensunterhalt gestalten.
Auch die Entlohnung des Chefs steht bei Momo immer im Verhältnis zu einer Leistung- der Grund für unser gesundes Wachstum seit 1983.
In Euro ausgedrückt heißt das, von 11 Euro, die Sie bei uns lassen, geht die Umsatzsteuer an den Staat, das ist etwa 1 Euro.
6 Euro gehen an unsere Lieferanten, und zwar die eine Hälfte an Großhändler, die Andere an Hersteller und Landwirte direkt. 1 Euro geben wir weiter an die Vermieterin, die Müllabfuhr, den Strom- und Wasserlieferanten, und wir kaufen davon Verpackungsmaterial, Glühbirnen, Käsemesser, wir zahlen für unsere Werbung, für Betriebskontrollen und Verbandsmitgliedschaften.
2 Euro sind für die Mitarbeiter. Nach unserer Selbstausbeutungsphase, die wohl alle Pioniere durchmachen, sind wir inzwischen immerhin bei einer tariflohnnahen Marke angekommen. Wenn auch mit Abstrichen bei imaginären Monatsgehältern wie 13tes, 14tes oder Weihnachtsgeld, und ohne zusätzliches Urlaubsgeld, verglichen mit branchenüblichen Gehältern (2001 im Schnitt 8,50 Euro brutto) stehen wir ganz gut da; und wir kommen ohne Aushilfen zurecht, also 100% sozialversicherte Stellen bei Momo.
Der letzte Euro ist der Gewinn. Rücklagen bilden, Geld das dem Betrieb in schlechten Zeiten zur Verfügung stehen soll ist ein weiterer wichtiger Faktor, der gewinnfinanziert ist.
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Preis-Wert
Wir nutzen alle Möglichkeiten, die Produkte so preiswert wie möglich zu verkaufen. Allerdings darf das nicht auf Kosten der Inhalte gehen. Fehlende Beratung und gestrafftes Sortiment gibt`s an jeder Ecke, auch in bio.
Umsatzsteigerung ist eine Möglichkeit, denn den Mehreinnahmen stehen verhältnismässig geringere Mehrausgaben gegenüber. Durch unsere Expansion konnten wir unseren Aufschlag um bis zu 10% senken. Das grösste Risiko dabei, der Identitätsverlust, haben wir eindeutig vermieden.
Ein großes, also breites und tiefes Sortiment, bedarf eines enormen Zeit- und Kostenaufwandes. Ein paar hundert Produkte zu führen die allesamt "Schnelldreher" sind, wie das im –> Discounter üblich ist, führt sicherlich zu geringeren Kosten, erstrecht wenn es direkt von der Palette verkauft wird. Aber das ist ja nicht in unserem Interesse.
Bei uns gibt es auch jene Spezialitäten, die einen Fachhandel ausmachen.
Weitere Kostenfaktoren:
Hoher Lagerbestand. Wir haben etwa 50 Einkaufsquellen für unsere 6000 Produkte, damit Sie auch finden was Sie suchen, und das in bestverfügbarer Qualität.
Gute Sortimentspflege kostet viel Zeit und Geld.
Unser Anspruch, möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu verkaufen, ist einer Preissenkung nicht gerade förderlich. Auf der einen Seite können wir stolz darauf sein, 75% unseres Sortiments besteht aus Frischware, also aus Obst & Gemüse, Brot & Kuchen, Käse, Eiern, Milch und Fleisch. Haben wir ja auch nicht anders gewollt: So frisch und unverarbeitet wie möglich. In vollem Besitz von Geschmack und Nährwert.
Aber verlustanfällig und personalkostenintensiv.
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Bioprodukte haben ihren berechtigten, meist höheren Preis. Dennoch gibt es Möglichkeiten, sich preiswert und gesund zu Ernähren:
Der Preisunterschied zu konventionellen Lebensmitteln schwindet. Viele Produkte sind bei uns sogar günstiger als bei den konventionellen Ketten, die ihre Form der Mischkalkulation suchen.
Unverarbeitete Lebensmittel der Saison sind günstiger zu haben als konservierte, verarbeitete Ware, und dazu gesünder und leckerer. Oft sogar günstiger als im konventionellem Handel.
Verarbeiten Sie das eine oder andere selbst, mit Zeit und etwas Geschick lassen sich schnelle und günstige Gerichte herstellen.
Berücksichtigen Sie die Konzentriertheit biologischer Nahrungsmittel. Vollwertige, frische Lebens-Mittel sind reicher an Vitaminen und Mineralstoffen, der Nährwert ist grösser, der Bedarf geringer.
Verarbeitete Bio-Produkte sind häufig teuer als es der Normalverbraucher gewohnt ist. Ein Blick auf die Zutatenliste des konventionellen Produktes verrät zB: Billige Rohstoffe plus Aromen. Gute Fruchtaufstriche zB enthalten bis zu 100% Fruchtanteil. Gute Säfte werden nicht aus Konzentraten hergestellt, also kein ehrlicher Vergleich.
Wir bemühen uns, in allen Warengruppen ein günstiges Dauerangebot zu führen. Wir führen ständig Aktionsprodukte, deren Preis für einen bestimmten Zeitraum herabgesetzt ist, begleitet von Probiermöglichkeiten.
Wir bieten verschiedene Formen von Rabatten an, auch mit MOMOs KundInnenKarte. Und wir bieten unser preiswertes Gemüseabo an.
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