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Bioladen Momo

Skandale-Chronolgie


Hier finden Sie chronologisch abgehandelte Dar- bzw. Gegendarstellungen zu Skandalen rund um die Biobranche.
 
Honig-Test - haarsträubende Maßstäbe
–> Gegendarstellung

 

Stellungnahme zu Ökotest 08/2016, Test Rooibusch auf Pyrrolizidinalkaloide (PA).
(von unseren "Heuschrecken", unserem regionalem Tee- und Kräuter-Spezialist, siehe: www.heuschrecke.com)

 

In der Ausgabe August 2016 testet Ökotest 22 Rooibuschtees auf Pyrrolizidinalkaloide (PA): 11 konventionelle und 11 Biotees.
Nur 3 von 22 hielten den Zielwert ein.
19 von 22 Tees hielten den gesundheitsbasierten Richtwert ein (bißchen komisch gerechnet, da Ökotest nicht durchgängig 2g/Tasse gerechnet hat, sondern mal 1,5g und mal 4,7g etc.).
15 von 22 Tees hielten den Eingiffswert ein. (Erklärungen siehe weiter unten).
 
Wir analysieren unsere Rooibusch-Tees ebenfalls auf PA. Die aktuelle Charge hat eine Belastung von Wert 221µg/kg, die vorhergehende Charge von demselben Kleinbauernprojekt, der Wupperthal-Cooperative hatte 48µg/kg Tee. Nach Ökotest-Bewertung war die vorherige Charge tatsächlich im Zielbereich gewesen, die aktuelle Charge hat ihn um über 400% überschritten, aber gesundheitsbasierter Richtwert und Eingriffswert sind konform.
 
Auch unser Partner, die Wupperthal Original Rooibos Cooperative in Südafrika/Westkap profitierte von den Forschungen der Universität Johannisburg, von der Ökotest ebenfalls berichtet. Sie durchforsten seitdem sytematisch die Felder nach dieser beschriebenen PA-haltigen Pflanze und entfernen diese. Geerntet wird mit der Sense, sodass es auch beim Erntezeitpunkt noch eine Sichtkontrolle gibt. Wir forschen gerade dort nach, warum es diese Schwankung nach oben jetzt gegeben hat, und wie wieder höchstens 2stellige Werte erreicht werden.
 
Im Moment gibt es noch keine gesetzlichen Grenzwerte, sondern mehrere Szenarien zur Bewertung von PA-Belastungen für den Menschen:
1) Zielwert des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) <= 0,007µg pro kg Körpergewicht pro Tag. Dieser Wert will alle, auch kanzerogene, Risiken mit einem Sicherheitsfaktor von 10.000 möglichst ausschließen (zugrunde liegt eine Rattenstudie). Die Einhaltung dieses am niedrigsten angesetzten Wertes ist in nächster Zeit wahrscheinlich noch nicht realistisch. Es würden zu viele Lebensmittel vernichtet werden müssen. Ein politisches und ethische Problem - denn wir leben ja auch schon seit langem mit bestimmten Dosen an PA's. Es hat sich bei den Tees ja nichts geändert, sondern in den Analysemethoden. Auch unser Rooibusch Tee überschreitet den Zielwert.
2) Gesundheitsbasierter Richtwert <= 0,1µg pro kg Körpergewicht pro Tag. Dieser Wert basiert auf einer Rattenstudie, die Leberzellveränderungen erforscht hat und ist Einschätzung des BfR, bis zu welchem Wert keine organischen oder Zell-Schäden zu vermuten sind, mit Sicherheitsfaktor 100. Das heißt z.B. für unsere aktuelle Rooibusch-Charge: 1 Liter unseres Tees (10g Tee auf 1l Wasser) enthält 2,21µg/l PA. Ökotest rechnet mit einer realistischen Verzehrsmenge von 600ml/Tag ( = 6g Tee, 3 große Tassen) - wäre bei unserer Charge 1,33µg PA. Da heißt, auch bei einem Kind ab 14kg Körpergewicht wären gegen einen zeitweisen Konsum in Maßen nichts einzuwenden.
3) Die Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz plädiert für einen gemeinsamen Eingriffswert der Behörden, ab dem Minimierungsmöglichkeiten geprüft werden sollen/müssen. Dieser liegt für Rooibusch-Tee bei 350µg/kg Ware. Unsere aktuelle Charge liegt hier zwar deutlich drunter, dennoch soll auch ein Ausreißer bei uns zukünftig unter 150µg/kg liegen. Hier werden wir unsere Kommunikation mit den Bauern und unsere Vorab-Prüfungen verstärken.
 
Die Zielwerte und die gesundheitsbasierten Richtwerte sind von Tierversuchen ausgehende Schätzungen für den Menschen, die größtmögliche Sicherheit bringen sollen und auch einen größeren Sicherheitspuffer haben. In die ähnlichen oder bei Rooibusch etwas höher liegenden Eingriffswerte fließen noch statische Auswertungen von Analytik ein.
 
Im Analyse-Standard der Labore können aktuell 28 PA's gemessen werden (insgesamt gibt es wahrscheinlich ca. 400 PA-Verbindungen, über die z.T. wenig bekannt ist).
Es gibt noch keine validen Daten für Mengen und Gefährdung durch die einzelnen PA's für den Menschen, denen er üblicherweise in der Ernährung durch Kontaminierung / Beikräuter ausgesetzt ist, nur Tierversuche. In den vom BfR zitierten Berichten über schwere Erkrankungen und Todesfälle, z.B. bei Säuglingen, werden Werte ab 800µg/kg Körpergewicht über mehrere Tage erwähnt (http://www.bfr.bund.de/cm/343/pyrrolizidinalkaloide-pa-in-lebensmitteln-ein-gesundheitliches-risiko.pdf).
 
Wir befinden uns zur Zeit noch in dem Prozess, der vor der Setzung von validen Grenzwerten steht: botanische, chemische und medizinische Forschung, Kontrollen durch Importeure und Behörden, Datensammlung bei den Laboren, Umsetzung von Maßnahmen durch die Bauern zur Minimierung. Wie wir gelesen hatten, arbeitet die EFSA (European Food Safety Authority) zur Zeit an einer Beurteilung der einzelnen, am häufigsten vorkommenden Pyrrolizidinalkaloiden. Pyrrolizidinalkaloide sind eine der vielen Gruppen von Reizstoffen in Pflanzen, die ab einer bestimmten Dosis für den Menschen sehr giftig werden, aber mit denen wir in Minimal-Dosen in unserer Ernährung schon immer leben.
Wir möchten auch noch einmal auf den Rat des BfR hinweisen, die Sorten Kräutertees und Tees öfter zu variieren - und nicht immer dasselbe zu trinken (gilt eigentlich auch für Kaffee). Eine alte Kräuterweisheit sagt, spätestens nach 3 Wochen mal wechseln.
 
Siehe dazu auch: (November 2014)
Gegendarstellung bzw umfassendere Informationen:
- der "Spiegel" über –> „Der Bio-Betrug – Wie Konzerne die Öko-Idee missbrauchen“(pdf)
- ZDF WISO über –> Pyrrolizidin-Alkaloide(pdf)
Dioxin ?
 
Juli 2013: Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) in Tee und Kräutern –> Stellungnahme Heuschrecke (pdf)
–> Stellungnahme BfR (pdf)

 

 

Februar 2013: Bio-Eier von unglücklichen Hühnern?
Kurzum: Momo ist nicht betroffen.
Unsere Eierlieferanten ebenfalls nicht.
Weder von Hühnerstall-Überbelegungen noch von Pferdehack noch von gefälschten Doktorarbeiten.
Dokumente (alle pdf):
–> Altfeld-Kontrollbericht
–> Altfeld–Steckbrief
–> Alpermühle
–> Wening–Zertifikat
–> Wening–Steckbrief
Sowie
–> Momos Eierseite
 
Tatsächlich macht der Anteil an Bio-Betrieben nur einen geringen Teil aus, unter den Betrieben die ihre Ställe überbelegt haben.
In den Medien wird aber der Skandal in erster Hinsicht als "Bio"-Skandal ausgelegt. Was auch nicht falsch ist, denn es sind auch Bio-Betriebe betroffen und gerade bei diesen darf mensch erwarten dass so etwas nicht vorkommt (im konventionellen Bereich ist es sowieso klar und wohl eher egal...- es ist JEDER FÜNFTE EIERBETRIEB vor allem Niedersachsens, des grössten Eier-produzierenden Landes, betroffen !).
 
Die Eierlieferanten von Momo sind allesamt nicht in die Betrugsfälle verstrickt. Schon seit Jahren verfolge die Staatsanwaltschaft Oldenburg mehrere Verdachtsmomente, jetzt erst rücke man damit raus (um die Ermittlungen nicht zu gefährden, lautet es; oder ob es mit dem neuen Landwirtschaftsminister in Niedersachsen zu tun hat? Seltsamer Zufall...).
 
Ob tatsächlich konventionell erzeugte Eier als "Bio" umdeklariert wurden ist noch nicht bekannt, Tatsache sei, dass Eier aus Käfighaltung als "Freiland" oder "Bodenhaltung" umetikettiert wurden sowie dass in den Ställen deutlich mehr Hühner untergebracht wurden als erlaubt sei.
 
Fazit? Irgendwas kann immer schiefgehen, auch bei unseren langjährigen Partnern; eine bewusste Täuschung schliesse ich aus: Unsere Partner sind authentisch, stellen also wirtschaftliche Interessen im Zweifel hinter Ökologische. So wie wir Momos auch.
 
momo-raoul, 25.02.2013

 

November 2012: Magazin Fakt deckt unakzeptable Tierhaltung auf

 

Momos Eier stammen von anderen Höfen, aber dieses Mal hätte es auch anders gekommen gehabt haben können.
Zwar hat der Verband Naturland vorbildlich reagiert und erklärt, wie es zu den Zuständen im Stall kam. Allerdings war dieser Zustand derart inakzeptabel, dass wir uns fragen wie es so weit kommen konnte.
"Tiemann hat nicht nur den anderen Eiererzeugern, sondern der ganzen Branche einen massiven Schaden zugefügt. In jeder anderen Organisation würde man ein solches Mitglied solange suspendieren, bis alle Fakten auf dem Tisch liegen und notwendige Konsequenzen auch umgesetzt wurden. Erst dann kann man wieder zusammenarbeiten. Die Nibelungentreue, die Naturland dem langjährigen Partner Tiemann entgegenbringt, schadet dem Ansehen des Verbandes, vor allem aber den eigenen Bauern."
Zitat Leo Frühschütz vom "Bioverlag"
Weitere Informationen finden Sie beim BÖLW.
Das Beispiel Tielmann schlägt dem Faß den Boden aus, zweifelsohne. Artgerechte Haltung, Respekt vor dem Leben, das sind Grundlagen unseres Handels.
dass jede Art der Tierhaltung zwecks Ernährung des Homo Sapiens kein Ponyhof - und mit Kompromissen verbunden - ist, sollte bewussten VerbraucherInnen aber ebenso bekannt sein.
Was die Hühnerhaltung angeht, wir kennen unsere Lieferanten und verprechen deutlich akzeptablere Zustände. Zudem bemühen wir uns um noch konsequentere Eier, dazu gibt es in 2013 Neuigkeiten.
momo-raoul / 30.11.2012
 
Ostern 2012: Dioxin in Eiern ? Stand: 07.04.2012
 
NEIN, kein Dioxin in Momos Bio-Eiern.
Dioxine entstehen bei der Verbrennung bestimmter Substanzen und haben mit Agent Orange und Seveso traurige Berühmtheit erlangt.
Dioxine und dioxinähnliche Stoffe (wie im aktuellen Fall PCB, Polychlorierte Biphenyle) können durch belastetes Futter, defekte Heizanlagen in Hühnerställen oder auch durch Altlasten im Erdreich in die Eier gelangen.
Sie werden uns, wie so vieles, "nachhaltig" begleiten: Grenzwerte orientieren sich an der technischen Durchführbarkeit und damit an wirtschaftlichen Interessen und nicht an Gesundheitlichen.
Der aktuelle Dioxin-Fund stammt u.a. von einem Hersteller der nach EU-Bio-Richtlinien erzeugt. Der Hersteller sei ein parallel konventionell als auch biologisch wirtschaftender Betrieb.
Die Herkunft der Verseuchung sei noch nicht gefunden, die Futtermittel seien nicht die Ursache, lautet eine aktuelle Meldung in der Branche.
Eier in EU-Bio-Qualität gibt es nicht bei Momo, die finden Sie bei Filialisten und im konventionellen Einzelhandel.
Betriebe, die sowohl biologisch als auch konventionell wirtschaften, geniessen zudem nicht unser Vertrauen.
Es müsste schon einen besonders triftigen Grund haben, hier Ware zu beziehen. Diese Vermischung deuten wir als Zeichen für wirtschaftliche anstelle ökologischer Priorität, damit genügt es weder unseren Anforderungen an Qualität noch unseren Vorstellungen von Partnerschaft.
Bei Momo finden Sie Eier verschiedener Betriebe:
In Naturland-Qualität vom Hof Alpermühle, aus dem Oberbergischen und den Niederlanden.
Diese erkennen Sie am „Alpermühle“-Stempel.
In Bioland-Qualität von den Höfen Altfeld und Wening im Münsterland.
Diese erkennen Sie an den „BIOLADEN“ oder „BIOLAND“- Stempeln.
Es gibt von unseren drei Eierlieferanten Unbedenklichkeitserklärungen.
 
EHEC
Biohandel   Online 16.5.2012
Ein Jahr Ehec
Viele Fragen offen
Vor einem Jahr begann die EHEC-Epidemie, die 53 Menschen das Leben kostete. Bundesernährungsministerin Ilse Aigner nutzte den Anlass, um ihre Politik zu loben. Verbraucherorganisationen und Ernährungsindustrie zeigten sich weniger zufrieden.
Der EHEC-Ausbruch vor einem Jahr sei durch eine gemeinsame Anstrengung „bestmöglich bewältigt“ worden, teilten Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zum Jahrestag der Epidemie mit. Trotzdem habe man umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung beschlossen.
 
Gesetz hängt im Vermittlungsausschuss
Ein Gesetz soll das Meldewesen nach dem Infektionsschutzgesetz auf eine einheitliche elektronische Basis stellen und damit beschleunigen. Es legt zudem gesundheitliche Anforderungen für Personal fest, das gewerblich mit Sprossen und Keimlingen zum Rohverzehr zu tun hat. Außerdem regelt es den Datenaustausch zwischen den Gesundheitsämtern und den örtlichen Lebensmittelüberwachungsbehörden bundeseinheitlich. Im Moment liegt der Gesetzentwurf im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat.
Darüber hinaus beraten Bund und Länder darüber, dauerhaft eine Task Force Lebensmittelsicherheit mit Experten beider Seiten einzurichten. Sie wird voraussichtlich von der Verbraucherministerkonferenz im Herbst 2012 beschlossen werden. Der Bundesrechnungshof hatte bereits im Herbst 2011 in einem von Aigner in Auftrag gegebenen Gutachten umfangreiche Reformen vorgeschlagen. Jedoch waren die Länder nicht bereit, die dafür notwendigen Kompetenzen an den Bund abzugeben. Die Task Force wird deshalb keinen direkten Durchgriff auf untere Behördenebenen haben. Die EU berät nach Aussagen Aigners schärfere Hygieneanforderungen und eine Zulassungspflicht für Sprossenbetriebe sowie strengere Einfuhrvorschriften für Produkte aus Drittländern.
 
Foodwatch: Nichts hat funktioniert
Die Verbraucherorganisation Foodwatch hingegen bezeichnete die EHEC-Bilanz der beiden Minister als einen „Fall von Geschichtsklitterung“. Zu Beginn der EHEC-Epidemie Anfang Mai 2011 hätten weder das Frühwarnsystem funktioniert noch die behördliche Zusammenarbeit. „Am 23. Mai, als sich bereits 3.500 Menschen und damit 90 Prozent aller Erkrankten infiziert hatten, lag dem zuständigen Robert-Koch-Institut des Bundes lediglich eine einzige Erkrankungsmeldung vor“, schreibt Foodwatch in einer Analyse der EHEC-Krise. Als Anfang Juni die zentrale Bund-Länder-Task-Force eingesetzt worden sei, habe das „kaum noch Einfluss auf den Verlauf der längst abgeschwächten Epidemie“ gehabt. Bis heute fehle eine umfassende Analyse des Geschehens.
 
Kein Beleg für die Sprossen-These
„Für die These, dass der EHEC-Erreger über verunreinigte Bockshornklee-Samen aus Ägypten importiert und über einen Bio-Sprossenerzeuger im niedersächsischen Bienenbüttel verbreitet wurde, gibt es zwar Hinweise, aber keinen Beleg“, schreibt Foodwatch. Der Keim sei nie auf Bockshornkleesamen nachgewiesen worden. Die These stütze sich auf nur rund 300 der mehr als 3.800 Erkrankungsfälle. Offen sei, warum nicht auch andere Lieferungen aus der mutmaßlich kontaminierten Samen-Charge zu Erkrankungen geführt hätten. Fazit: „Es ist völlig unklar, woher der Erreger kam und ob er wieder virulent werden kann.“
Als Konsequenz fordert die Verbraucherorganisation, die Hygiene- und Überwachungsstandards für sensible Rohkost wie Sprossen oder vorgeschnittenen Salat denen für leicht verderbliche tierische Lebensmittel anzupassen.  Die Meldefristen müssten weit über die von der Bundesregierung vorgesehenen Fristen hinaus verkürzt werden. Die von der EU bereits seit 2005 gesetzlich vorgeschriebene Rückverfolgbarkeit müsse endlich durchgesetzt werden.
 
Wirtschaft will eingebunden werden
Kritik an Aigners EHEC-Bilanz gab es auch vom Fruchthandelsverband: „Hätte man die Wirtschaft eingebunden, hätten wir die Ursache schneller gefunden“, sagt dessen Vorsitzende, Andreas Brügger, der Lebensmittelzeitung. Zu spät oder gar nicht habe man die betroffene Wirtschaft überhaupt informiert. Bis heute leide der Obst- und Gemüsebereich aufgrund des EHEC-Ausbruchs dauerhaft an einer Preiskrise.
 
Januar 2011 - Dioxin in Eiern
Der Dioxin-Skandal 2011 betraf ausschließlich einen rein konventionellen Futtermittelhersteller.
Die Eier die nach Verbandsrichtlinien erzeugt werden (Naturland, Bioland) erlauben keine Beimischung konventioneller Fette (eine Beimischung konventioneller eiweißhaltiger Futtermittel von bis zu 5% war noch bis Ende 2011 zugelassen. Seit dem muss- bei Verbandsware- 100% Bio verfüttert werden).
Eier die nur nach EU-Bio-Richtlinien erzeugt werden erlauben die Zufütterung mit konventionellen Ölen. Das ist aber nicht die Regel.
Eier in EU-Bio-Qualität gibt es nicht bei Momo, die finden Sie bei Filialisten und im konventionellen Einzelhandel.
Bei Momo finden Sie Eier verschiedener Betriebe:
In Naturland-Qualität vom Hof Alpermühle, aus dem Oberbergischen und den Niederlanden.
Diese erkennen Sie am „Alpermühle“-Stempel.
In Bioland-Qualität von den Höfen Altfeld und Wening im Münsterland.
Diese erkennen Sie an den „BIOLADEN“ oder „BIOLAND“- Stempeln.
Sobald es genügend Eier in Demeter-Qualität gibt werden wir hier unsere Priorität setzen.
Ihre / Eure MOMOs
 
Dezember 2011: Bio-Skandal in Italien:

 

Nicht wettern gegen ausländisches Bio-Obst und Gemüse
"Kann man denn der Ware aus Spanien und Italien trauen" ist eine häufige Frage hier bei Momo, "sind das nicht alles Verbrecher"?
Nein, sind es nicht !!!
Es gibt ebenfalls im Ausland zuverlässige Bio-Erzeuger, die nicht allein wegen des Geldes im Markt tätig sind; es gibt dort wie hier authentische Menschen, Betriebe, Höfe, Läden. Die Ökologie steht im Mittelpunkt.
Verbrecher gibt es hier wie dort.
Siehe auch Momos Italienische Reise (pdf/Nov.2012)
Gewissenhafte Erzeuger, Hersteller und Händler wissen, nach welchen Kriterien Prioritäten gesetzt werden, und diese sind sicher nicht der niedrige Preis, sondern die Qualität.
Dieses Bewusstsein ist hierzulande Mangelware.
Fruchtendes Qualitätsmanagement kostet Zeit und Geld.
 
Die neusten Nachrichten aus der Branche lauten, Stand 09.12.2011:
 
Der Fachhandel hat keine Kontakte zu diesen Verbrechern; das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen, man forscht eifrig.
Ich gehe davon aus, dass es das gleiche Problem ist wie zB Anfang des Jahres beim Eierskandal: Betroffen ist das Billig-Bio aus dem konventionellen Einzelhandel und den Bio-Ketten,
der inhabergeführte Bio-Fachhandel hingegen hat Erzeugerkontakte seit Jahrzehnten, da ist so etwas unwahrscheinlich: der günstigere Preis steht nicht im Vordergrund.
Aktuelle Stellungnahmen finden sich auf den websites der Hersteller, siehe Link-Liste.
Der Text von den Heuschrecken ist hier abgedruckt, nichts desto trotz: Ein Besuch auf heuschrecke.com lohnt sich.
momo-raoul
 
Unser Tee-, Kräuter- & Gewürzelieferant "Heuschrecke" aus Troisdorf über Italienische Rohstoffe
Aktuell: Bio Betrug Italien
Stellungnahme zur Meldung: Betrug mit Bio-Lebensmitteln in Italien/
Auslieferung gefälschter Ware u.A. nach Deutschland
 
Liebe Kunden und Kundinnen
Heute berichten die Medien über den aktuell aufgedeckten Bio-Betrugskandal aus Italien: ein Fälscherring hat wohl von 2007 bis 2010 für insgesamt 220 Millionen Büro 703.000 Tonnen konventionelle Nahrungsmittel als teurere Ökoware unter anderem nach Deutschland verkauft, vor allem Getreide, Soja, Obst und Gemüse.
Seit gestern früh sind die Naturkosthersteller informiert, und seitdem laufen die Telefone heiß. Unser Branchenverband BNN (Bundesverband Naturkost Naturwaren) hat unter seinen Mitgliedern recherchiert, und im Moment sieht es noch so aus, als wäre die klassische Naturkostbranche - wohl auch wegen seiner Politik der langfristigen Lieferantebeziehungen (wie es auch die Verbraucherzentrale Düsseldorf heute zu uns sagte) nicht betroffen. Lesen Sie dazu weiter unten die Stellungnahme des BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft).
Wir beziehen nur sehr wenige Produkte aus Italien, und natürlich ausschließlich Gewürze und Kräuter. Diese wurden auf der Liste gefälschter Produkte nicht genannt.
Bei unseren italienischen Produkten importieren wir oder lassen einen Kollegen jeweils von konkreten Bauern oder Kooperativen importieren, zu denen wir seit langem, teilweise über 20 Jahre, eine Beziehung haben und als überzeugte Bio-Produzenten kennen.
Für unserer spezialisiertes Sortiment wählen wir bestmögliche Qualitäten, die natürlich ihren Preis haben. Die Bio-Sicherheit der Produkte wird durch ein Analyse-Screening gestützt.
Unsere italienischen Produkte sind:
Basilikum - seit über 20 Jahren Spitzenware im Naturkostladen und für Verarbeiter, von der Cooperative Sud Officinale
Spezialitäten: Flohsamen, Meisterwurz, Buchweizenkraut, Passionsblumenkraut, (selten: kleine Partie Bertram) - für eigene Mischungen und Verarbeiter
Lavendelblü4ten - Lavande, echter Lavendel, im Naturkostladen und für Verarbeiter
Schabzigerklee - rar, deshalb mischen wir Ware von unseren deutschen Bioland-Bauern, kleine Menge vom italienischem Kollegen eines Bioland Bauers, sowie von Terra Magnifica/Kroatien.
Veilchenwurzeln - seit über 20 Jahren von Az.Agr.Ca dei Fiori, Simon van Hilten.
Zitronenverbene - Spitzenware im Naturkostladen und für Verarbeiter von der Cooperative Sud Officinale
Zitronenmelisse - Spitzenware im Naturkostladen und für Verarbeiter
Dieses sind alles keine Massenprodukte und stehen auch deshalb sicher nicht im Fokus von Fälschern.
Tomatenprodukte:
Bei unseren Tomatenprodukten (Granulat, Flocken, Stückchen usw., nur Verarbeiterware, und in einigen Mischungen) fragen wir gerade gesondert unsere Hersteller dazu an, woher sie die Tomaten bzw. Tomatenmark beziehen. Die bisherige Antwort besagt, dass die zugelieferten Tomaten nicht von Suole & Salute, der im Betrug involvierten Kontrollstelle, zertifiziert wurden, sondern von BIOAGRICERT. So können wir davon ausgehen, dass sie wirklich Bio sind.
Sollten sich im Laufe des Ermittlunsprozesses weitere Erkenntnisse ergeben, werden wir dazu informieren.
Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper im Dezember 2011
zur site: -> heuschrecke.com

 

Bio-Betrug in Italien: Neue Fakten
Quelle: AssoBio
Stand 09.12.2011
 
Im Zuge der Ermittlungen um den Lebensmittelskandal, bei dem kürzlich sieben Verdächtige festgenommen wurden, sind neue Details bekannt geworden. Die kriminellen Aktivitäten haben von 2007 bis zur ersten Jahreshälfte 2010 stattgefunden, so AssoBio, die italienische Vereinigung von Verarbeitern und Großhändlern für Bio-Produkte.
Sunny Land lagerte und vertrieb Gerste, Mais, Weizen, Ackerbohnen, Leinsamen, Hirse, Haferflocken, Alfalfa, Futtererbsen, Raps, Weizen, Hirse, Sojabohnen, Sonnenblumen und Kartoffeln. Anders als teilweise in der Presse berichtet, sind Obst und Gemüse nicht betroffen. Die Firmen, die in den Betrugsfall verwickelt sein sollen, sind nicht in der italienischen Datenbank für Händler von Obst und Gemüse zu finden. Ohne diese Registrierung sei es quasi unmöglich, diese Produkte zu vermarkten, berichtet AssoBio.
 
Sunny Land gab vor, ein Tracing-System "Bio-Landwirtschaftliches Lebensmittelsystem" etabliert zu haben, das 4000 Hektar Land in Norditalien, 4000 ha in Mittelitalien, 16.000 ha in Rumänien und 9300 ha in Moldawien umfasste, und bewarb dieses angeblich gründlich durchdachte System.
Laut den aktuellen Ermittlungen sei davon auszugehen, dass die Firma und die Mitbeschuldigten konventionelle Ware aus Rumänien kauften und mit gefälschten Zertifikaten der Kontrollstelle QC&I International Rumänien versahen. In Italien wurden diese Zertifikate Überprüft und die Bestätigung der ausstellenden Behörde erfragt. Wenn keine Bestätigung erfolgte, wurde kein italienisches Zertifikat ausgestellt, das Produkt wurde als konventionell eingestuft und die zuständigen Behörden wurden informiert.
Gemäß der Anklage wurde das herabgestufte Produkt mit gefälschtem Zertifikat vermutlich dennoch als "bio" verkauft. Die Anklage basiert auf folgenden Annahmen:
1.In einigen Fällen erstellte der Direktor einer italienischen Kontrollstelle gefälschte Produktionspläne für einige Höfe und brachte damit Ware in den Bio-Kreislauf, die entweder gar nicht vorhanden oder nur in geringem Maße vorhanden war.
2.Sunny Land, die zudem Verträge mit korrekt arbeitenden Bio-Betrieben hatte und mit diesen reguläre Geschäftsbeziehungen pflegte, brachte seit 2007 diese regulären Bio-Produkte mit illegalen Importen zusammen (wie in Punkt 1 erklärt). Die meisten der verkauften Produkte kamen aus meist ausländischer konventioneller Landwirtschaft und wurden durch gefälschte Zertifikate in den Bio-Kreislauf gebracht. Die Bio-Aktivitäten wurden zwar an die entsprechenden Behörden gemeldet, jedoch zog man sich schnell aus dem Kontrollsystem zurück, um zusätzlichen Kontrollen zu entgehen.
3.Ein Kontrolleur der Kontrollstelle (aus Punkt 1) fälschte teilweise seine Berichte, fügte nicht-existente Anbaufläche hinzu, veränderte die Produktionspläne oder teilte den Behörden direkt Änderungen von Produktionsplänen mit. Etliche der Höfe erkannten ihre angeblichen Änderungen der Produktionspläne nicht, die ihnen von der Polizei vorgelegt wurde.
4.Um die Nachverfolgung zu verkomplizieren, verkaufte die Firma Ware an angeschlossene Firmen (dies jedoch nur per Rechnung), die ebenfalls häufig die Kontrollstelle wechselten. Ohne, dass sich die Ware tatsächlich bewegte, wurde sie mehrfach verkauft, um Nachverfolgung zu erschweren. Die Zertifizierungsstelle der Händler stellte nach Sichtung der Vorlage des ursprünglichen (gefäschten) und dessen durch italienische Behörden bestätigten Zertifikates ihr eigenes Zertifikat aus.
 
Aus diesem Grund spricht die Guardia di Finanza von hunderten Tonnen Ware und hunderten von Millionen Euro. Wenn dieselbe Menge innerhalb der Gruppe beispielsweise 15 Mal verkauft wurde, wurden 15 Einheiten gezählt, da 15 Rechnungen vorliegen, obwohl es keinen tatsächlichen Kaufvorgang mit Warentransport gab.
 
Zwei Schweizer Zwischenhändler sollen ebenfalls in den Fall verwickelt sein. Da die Produkte auch außerhalb Italiens in Umlauf kamen, hat der Staatsanwalt sich an Eurojust in Den Haag gewandt. Zuvor wurde bereits mit Europol gearbeitet.
 
Man geht derzeit davon aus, dass 2.500 Tonnen beschlagnahmte Ware nicht in Bio-Qualität sind. Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nicht zu erwarten. Neben der Beschlagnahmung der Ware wurden auch Computer und Dokumente sichergestellt.
 
Die Ermittlungen begannen in der Firma von Frau Catherine Galbiero, deren Umsätze innerhalb weniger Jahre von etwa 1,5 Millionen auf knapp 60 Millionen anwuchsen. Derzeit ist noch nicht bekannt, welcher Anteil dieses Umsatzes aus den oben genannten Verkäufen stammt.
Die Kontrollstelle suspendierte den Direktor bereits im Juni 2010, da interne Überprüfungen Unregelmäßigkeiten feststellten, und entließen ihn und den Kontrolleur im September 2010. Der Vorgang wurde den Behörden gemeldet. Bereits seit diesem Zeitpunkt wurden die internen Kontrollen der Kontrollstellen verschärft. Sämtliche Kontrollstellen arbeiten mit der Guardia di Finanza zusammen und stellen ihnen alle erforderlichen Daten zur Verfügung. FederBio sowie die in den Fall verwickelten Kontrollstellen gaben bekannt, dass sie als Zivilkläger auftreten werden.
 
Die Firmen, die nach derzeitigem Stand der Dinge in den Fall verwickelt zu sein scheinen sind Sunny Land Spa, Agribioscaligera, Agridea SA (Svizzera), Agripoint societa  agricola srl, Agroeuroserv srl (Romania), Bioagri sas, Bioecoitalia srl, Bioecoland, Biopolesine, Centro cereali srl, Eridano Trading srl, La Spiga srl, Life Group Holding sa (Svizzera), My organic srl, Sc Transilvania organic srl (Romania), Societa agricola Fattoria della Speranza, Societa Agricola Marinucci; Terrasana sas, Terre del sole. Die beiden ehemaligen Kontrolleure sind ebenfalls inhaftiert.
 
Die italienische Bio-Lebensmittelindustrie besteht aus über 47.000 Landwirten, Verarbeitern und Händlern und aus mehr als 300.000 Mitarbeitern. Die Betrugsversuche wurden und werden durch die Kontrollbehörden und Staatsorgane aufgedeckt und müssen zweifelsohne bestraft werden, da der Betrug nicht nur dem Käufer, sondern der gesamten Branche schadet. Kein Bereich der Lebensmittelbranche unterliegt schärferen Kontrollen als die Bio-Branche, aber auch das beste Kontrollsystem kann nicht zu jedem Zeitpunkt kriminelle Aktivitäten verhindern. Es kann aber dazu beitragen, Betrug schneller und einfacher aufzudecken.
Der italienische Bio-Herstellerverband AssoBio distanziert sich von den oben genannten kriminellen Aktivitäten und bestätigt, dass mit keiner der in den Betrugsfall verwickelten Firmen zusammengearbeitet wurde.

 

noch Fragen?
Telefon: 0228- 46 27 65
Besser noch: eine mail an info@bioladen.com
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