momomaus

seitden die Hemdchen-Tüten
bei Momo nicht mehr kostenlos sind spenden wir die EInnahmen. Bis Mitte 2017 kamen 1067,80€ zusammen. Gespendet haben wir an „Abenteuer Lernen e.V.“
 
Links:

–> Zahlen zur Müllproblematik (FAZ)

 

–> Kurzfassung Verpackung-2018 (pdf)
 
–> Mikroplastik im Meersalz (pdf)
 

–> Momos Kassenbons sind nicht nur frei von Weichmachern...

zertifiziert besser
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statt Eierkartons - und dazu gibts einen Cent pro Ei Erstattung

momos Eierbox

 

Momos Jutetasche- statt Plastik und Papier- dauerhafte Lösung, fairtrade und Bio

momos Jutetasche

 

die einzigen die NICHT in China sondern in Deutschland produziert werden; aus Deutschem Müll. Siehe www.fregie.de

momos Zuziehbeutel, die einzigen die nicht in China sondern in Deutschland produziert werden; aus Deutschem Müll. Siehe
–> fregie.de

 

-> PlastikTütenPetition
 
–> Dosenbeschichtung mit Epoxidharzen
 
–> Studie zu Bio-Kunststoffen
 
–> Verpackungsleitfaden für die Naturkostbranche
Naturkost-Kundenmagazin
 
–> Schrot & Korn zu PET
 
Wikipedia:
–> Wikipedia zu PET
 
–> Wikipedia zu Bisphenol
 
–> Wikis Verpackungsseite
 
–> Wikis Bio-Kunststoffe-Seite
 
schön Abfall trennen... schön ordentlich... (klick aufs Bild)
 

 

Momoinfo Verpackung 2018

Der ganze Planet ist völlig zugemüllt

update 2018

 

Der ganze Planet ist völlig zugemüllt, Verpackungsmaterial muss aber eben sein, keine Frage. Es geht um Schutz vor Verderb, Aromaschutz, Schädlinge, Hygiene, Lagerung, Transport, Haltbarkeit. Verpackung ist auch ein Informationsträger und dient der Sichtbarkeit, der Präsentation und manche Dinge sind verpackungsfrei nicht umsetzbar.

 

Die beste Verpackung?

BananePlastik an und für sich ist nicht böse. Böse ist, es nicht wert zu schätzen. Das meiste Plastik ist eine endliche Ressource, wenn es aus Erdöl gewonnen wird. Irgendwann ist Schluß damit. Doch solange es Erdöl gibt wird es auch "verbraten" werden, meist fragwürdig und eigentlich viel zu schade für eine kurzlebige Lebensmittelverpackung.

Die Information dass eine Wiederverwertung möglich sei, ist schlichte Täuschung. Thermische Verwertung ist das Zauberwort, der Müll wird verbrannt und nur ein Bruchteil der hineingesteckten Energie zurück gewonnen.

Oder es wird ins Ausland verkauft, um dann in fragwürdiger Qualität als fragwürdiges Produkt an fraglose Verbraucher in den Industrienationen erneut importiert zu werden.

Fatal ist, wenn es in der Umwelt landet. Nichts ist "weg" wenn es weg ist, es ist nur wo anders und in anderem Zustand. Schliesslich als Mikroplastik in unseren Blutbahnen wieder zu finden.

 

Echte Alternativen sind nicht in Sicht, alle Rohstoffe kosten Energie und Anbaufläche. Und wir müssen global denken, uns vorstellen was ist, wenn das alle machten.

 

Vor allem so genanntes Bio-Plastik ist alles andere als öko. Der Anbau findet in weit entfernten Regionen statt, der Transport ist schon fraglich genug; hinzu kommt die Anbaufläche, die dann entweder der Bevölkerung nicht mehr für die Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung steht oder aber es werden Urwälder gerodet um gigantische Gen-Mais-Monokulturen hochzuziehen. Für den umweltbewussten Verbraucher in den Industrienationen...

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Papier allerdings ist keineswegs so ökologisch wie sein Ruf. Ressourcen werden auch hier verbraucht, weniger endliche, aber auch jede Menge Energie und Wasser. Produkte aus wiederverwertetem Papier sind nicht geeignet für Lebensmittel, Schadstoffe aus Druckfarben migrieren ins Lebensmittel.

Der deutliche Nachteil ist die Kurzlebigkeit, denn Papier wird meistens nur ein mal verwendet.

 

Hier liegt der Hase begraben,

in der Häufigkeit der Verwendung. Je häufiger um so besser. Die ökologischste Verpackung ist Mehrweg. Hier stehen der Aufwand für Transport und Reinigung in einer super Relation zum Wegwerfprodukt. Vorausgesetzt es wird nicht quer durch Europa gekarrt.

 

Der Aufwand den wir in unser "Leergut" investieren ist beträchtlich. Es sind enorme Lagerplatzkapazitäten, riesiger Personalaufwand und wir zahlen für jede Flasche, die nicht zurück kommt, mindestens die 19% Steuer, das summiert sich in die Tausende.

Aber alles gut investiert in ressourcenschonenden Lebensmitteleinzelhandel.

 

"Verpackungsfrei" scheint mir eher illusorisch, da es bedingt dass jeder Kunde für jedes Produkt eine eigene Verpackung mitbrächte.

Ein weiterer Haken ist die Präsentation bei uns im Laden. Wo hin mit all den Produkten? Säcke, Tonnen oder Abfüllanlagen brauchen deutlich mehr Platz.

Eine Abfüllstation, die dazu dient einen Plastikbecher zu füllen spart keine Ressourcen, eher im Gegenteil, sondern individualisiert allein die Portionsgröße.

 

Initiative ist gefragt

Mehrweg ist das Naheliegendste. Daher werdet Ihr demnächst noch mehr Mehrweg in unseren Regalen finden, "made by Momo". Erstmal bieten wir die gängigen Artikel in Pfandgläsern an. Wenn das gut ankommt, was wir uns wünschen, werden wir das Sortiment Stück für Stück erweitern. Lasst Euch überraschen.

 

Engagement und Organisation ist gefragt. Gläser haben mehr Gewicht, das bedeutet Schlepperei. Die Mehrweg-Eierbox, die Säckchen für Brot und Gemüse, die Einkaufstaschen muss mensch auch mitbringen zum Einkauf. Die Tupperdose für die Käsetheke muss hygienisch makellos sein.

Das sind nicht-conveniente Lösungen und damit nicht der mainstream: Der Mensch ist faul, von Natur aus. Doch ökologisch bewusst einkaufen fängt nicht bei der Verpackung an und hört da auch nicht auf.

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die Branche

Vieles passiert im Hintergrund, so werden bei unserem Hauptlieferanten, unserem Großhändler Weiling (Marke bioladen*) keine Folien mehr verwendet um Paletten bzw. Rollwägen zu umspannen, stattdessen haltbare Zurrbänder, wodurch unsere Umwelt mit einer Tonne (!) Plastik pro Jahr verschont wird. Soviel Plastik verkaufen wir nicht in Jahren.

 

Transport-Minimierung: Nach einer Anlieferung durch unseren Hauptlieferanten nimmt dieser Ware bei regionalen Landwirten auf. Man beachtet dabei, dass nur so viel Leergut zugeladen wird, wie auch Platz zur Verfügung steht. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit die sich aber gross hochrechnet. Und das Engagement widerspiegelt.

 

Pfandkisten: Das meiste Obst & Gemüse (und damit machen wir ein Drittel unseres Umsatzes) erhalten wir in Pfandkisten. Auch hinter den Kulissen bemühen wir uns um Mehrweg statt Einweg, damit stehen wir auch nicht allein da. Selbst Ware aus Südeuropa erhalten wir großenteils in Pfandkisten.

 

Bio-Anbau und -Richtlinien bedeuten nicht automatisch dass das Augenmerk auch bei Verpackungen auf Ökologie zielt. Glaubwürdig ist das nicht. Doch die Branche ist nicht untätig. Ein "Verpackungsleitfaden" für Unternehmen erscheint schon seit 2011. Hier werden unabhängig, lobbyfrei Bewertungen verschiedener Verpackungen vorgenommen um authentischen Herstellern die Wahl zu erleichtern (siehe Link in der Spalte rechts-oben). Seit Jahren beschäftigt sich der Bundesverband Naturkost –> BNN in Fachtagungen mit dem Thema.

 

aus Momos Nähkästchen...

MüllIn den 1980er-Jahren gab es viele Produkte nur in Grossgebinden. Einige davon boten wir "lose" an, Getreide, Müslizutaten, Tee, platzraubend aber schön anzusehen in Säcken, Tonnen und Körben.

Weitere Produkte mischten und füllten wir selber ab, ein im Einzelhandel nahezu ausgestorbener Arbeitsbereich; "abgefüllt by Momo" war in den 1980ern ein Vollzeitjob bei Momo.

Ursächlich war der Mangel an verpackter Ware: Es gab keine andere Möglichkeit als Säcke zu beziehen und in Eigenregie einzutüten.

Handgeschriebene Etiketten, später kopierte, ab Mitte der 1990er-Jahre wurden die Etiketten auf einem Mac-Centris erstellt. Für Tee, Kräuter und Gewürze, Getreide, Flocken und Müsli, Nüsschen und Trockenfrüchte, selbst Honig füllten wir selbst ab, aus 60-Kilo-schweren Bottichen.

Neben Papier- und Zellglastüten gab es bald das "Momo-Pfandglas", wir kauften die Restbestände einer Molkerei auf und mieteten eine Garage um die Gläser zu lagern. Mit einer Spülmaschine gab es bald viele hundert Produkte mit dem Momo-Logo.

 

Viele andere Versuche waren ein echter Reinfall, da war die Milch-Zapf-Anlage, doch waren die mitgebrachten Gefäße nie so gereinigt dass die Milch länger als 2 Tage hielt.

Die Abfüllanlage für Waschmittel ähnelte der Zapfanlage in einer Kneipe. Doch weil das Spüli so zäh floss steckten wir einen Korken hinter den Hahn, verpassten aber stets den richtigen Zeitpunkt diesen wieder zu entfernen so dass der Laden regelmässig mit Waschmittel überflutet wurde. Öko war das so nicht wirklich.

Das Pfandsystem der Waschmittelhersteller war effektiv, wurde aber aus Kostengründen eingestampft.

Die Abfüllstation für Nusskerne und Trockenfrüchte sparte keine Verpackung sondern machte jede Menge anderen Müll und vor allem Arbeit das Ganze auf einem hygienisch akzeptablen Niveau zu halten.

 

Die Hersteller in der Branche waren auch nicht untätig und einigten sich republikweit auf acht Gläsergrößen. AfA, "Arbeitsgemeinschaft für Abfallvermeidung" nannte sich dieser Pool. Aufstriche, Honige, Saucen, Konserven und vieles mehr wurden allein in diesen Gläsern in den Bioläden präsentiert. An drei Spülstellen, gleichmässig verteilt im Norden, Süden und hier in Eitorf, wurde eingesammelt, gereinigt und geordert.

Mit der wachsenden Konkurrenz auf der Herstellerseite hatte das leider ein Ende. Manche hielten die Zeit für gekommen eine Corporate Identity aufzubauen, einen Wiedererkennungswert zu schaffen, der vom Mitbewerber unterscheidet und damit war das Projekt gestorben. Marken-Wiedererkennung spielten eine grössere Rolle als Verpackungsoptimierung im Sinne der Umwelt.

 

Ähnlich gute Strukturen soll es in der ehemaligen DDR gegeben haben, es gab nur wenige Glasgrössen und Sammelstellen an jeder Strassenecke.

MüllLeider war der Kohl-Regierung das Duale System einträglicher...- der Grüne Punkt und die Gelbe Tonne wurden entdeckt.

Wundern Sie sich nicht wenn Sie bei Ihrem nächsten Urlaubsbad neben exportiertem Müll ökologisch bewußter VerbraucherInnen der westlichen Industrienationen schwimmen. Glauben Sie nicht, wenn Sie grüne Punkte sammeln und gelbe Säcke füllen, etwas für unsere Umwelt tun. Parkbänke haben wir schon genug (obwohl, wenn die soziale Schräglage so weiter wächst...).

 

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Momos Verpackungs-ABC

Es nicht sinnvoll ist eine Verpackung allein aufgrund seines Materials zu beurteilen. Vielmehr ist es notwendig, die Verpackung im Zusammenhang mit ihrer Funktionen zu bewerten, wobei der Einfluss auf die Haltbarkeit des Produktes weit oben steht.

 

Durch die Fernsehbilder der "Plastikinseln" auf hoher See sind viele VerbraucherInnen sensibler geworden, das ist auch gut so; blinder Aktionismus ist aber falsch am Platz, den gab es schon zu den Anfängen der "eßbaren" Verpackungen, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Siehe "Bioplastik" sowie die –> Studie zu Biokunststoffen.

 

Altglas

Einwegverpackungen gehen, wie der Name schon sagt, nur einmal den Weg vom Hersteller über den Abfüller bis über den Ladentisch. Nur etwa 50 Prozent der Einwegflaschen kommen über die Glascontainer zurück an die Glashütte. Der Rest wandert mitsamt den Etiketten und Verschlüssen im Restabfall und damit auf Deponien oder in der Müllverbrennung.

Altglas wird mit hohem Energieaufwand eingeschmolzen um als neue Flaschen wieder befüllt werden zu können.

Auf einen Liter Getränk sparen Mehrweg-Glasflaschen (bei 50 Umläufen) über 90 Prozent der Abfallmenge und benötigen 6 mal weniger Energie als eine Einwegflasche. Rund 99 Prozent der Mehrwegflaschen kehren zum Abfüller zurück.

 

Aluminium

ist, trotz guter Lobby-PR, nicht wiederverwertbar. Anders verwertbar mag teilweise zutreffen. Dünne Folien verglühen bei der Schmelze oder bringen nur ein 2te-Wahl-Alu zu Tage (für weitere Parkbänke, siehe unten). Aluminium ist die mit Abstand am wenigsten ökologische Verpackungsart, extreme Energiekosten als auch Umweltschweinereien höchsten Grades entstehen bei Abbau und Herstellung. Zudem gesundheitlich fragwürdig, es ist inzwischen nachgewiesen dass Aluminium bei Alzheimer eine Rolle spielt.

 

"Bioplastik"

Macht es Sinn, Essen zu Tragetaschen zu verarbeiten? Tüten aus Stärke aus genetisch manipuliertem Monsanto-BT-Mais aus Sklavenanbau auf gerodetem Urwaldgebiet in 10000 Kilometern Entfernung?

Zudem freut sich kein Kompostierwerk über diese Dinger, denn deren Rottezeit ist deutlich länger als die des organischen Abfalls; es muss mühsam herausgefischt werden.

Tetras oder Elopaks sind nicht clever (den Witz versteht nur wer die Werbung aus den 90ern kennt...).

Ein Recycling ist nicht möglich. Säurehaltige Produkte (Orangensaft zB) absorbieren Stoffe aus der Verpackung, die Produkte schmecken auch anders als im Glas.

Unser Sortiment beschränkt sich auf wenige Artikel. Das geringere Gewicht ist das häufigste Pro-Argument.

Alternativen sind: Wir liefern, dann müssen Sie nix tragen.

 

Käsefolie

Käse darf nicht austrocknen und nicht schimmeln. Fetthaltige Produkte nehmen Stoffe aus der Umgebung besonders gut auf, Weichmacher wären kurzfristig im Käse vorzufinden.

Folie bei Momo gibt es zweierlei.

Die eine ist aus PE (siehe unten), ohne Weichmacher, mit Kalkeinschlüssen versehen, diese hemmen unerwünschte Schimmelbildung auf natürliche Weise. Diese Folie ist aber nicht durchsichtig, eine Katze im Sack können wir nicht in der Käsetheke präsentieren. Aber wir garantieren dass unsere transparente PE-Folie nicht diffudiert, also keine Stoffe an das Produkt abgibt. Frei von Weichmachern wie zB Bisphenol-A ist.

Übrigens wie unsere Kassenbons auch.

Die Erwartung an eine solche Folie, wie auch bei Einkaufstüten, ist keine langlebige; also wären Weichmacher oder Stabilisatoren auch nicht nötig. Und obwohl sie die Folie unnötig verteuern würde kann man davon ausgehen, dass diese Stoffe in einer Vielzahl von Folien vorzufinden sind.

 

Mehrweg

ist die beste Lösung. Müllvermeidung steht vor Verwertung. Müllberge werden verringert, Ressourcen geschont, weniger Schadstoffe in die Luft geblasen und ins Wasser geleitet. Es lebt nur vom Mitmachen, auf allen Ebenen.

Fast 3/4 aller Getränke werden in Mehrwegsystemen angeboten. Eine Mehrwegflasche die gerade mal 4–5 Umläufe schafft, bringt für die Umwelt keinen Vorteil. Mineralwasser wird durchschnittlich 50 mal wiederbefüllt bevor die Flasche in die Altglasverwertung kommt.

Lediglich ein Prozent der Flaschen geht aus dem Kreislauf verloren, meist beim Verbraucher durch Bruch, ebenfalls ein Prozent wird vom Abfüller aussortiert wegen Überalterung der Flaschen.

 

Studie des Umweltbundesamtes (1995) zur Ökobilanz von Getränkeverpackungen

Bei Bierverpackungen: Die Mehrwegflasche ist den drei Einweg-Verpackungen (der Weißblechdose, der Aluminiumdose und der Einwegflasche) deutlich überlegen, selbst als man in den Berechnungen die Annahmen zu Ungunsten der Mehrwegflasche veränderte.

Bei Frischmilch: Die Mehrwegflasche schneidet im Öko-Vergleich erkennbar besser ab als der Einwegkarton. Zwischen der Mehrwegflasche und dem Schlauchbeutel aus Kunststoff gibt es ein Patt. Je weiter die Transportentfernungen sind, desto geringer wird die Überlegenheit der Mehrwegflasche gegenüber dem Karton.

 

Papier

hat ein gutes Öko-Image. 20% des weltweit eingeschlagenen Holzes wird zu Papier verarbeitet, womit der negativste Aspekt schon beleuchtet ist.

Wasserverbrauch und Schadstoffemissionen bei der Herstellung halten sich in Grenzen, wenn das Papier in Deutschland hergestellt wird, hierzulande gelten die weltweit strengsten Regelungen zum Abwasser.

Papier aus Altpapier kann mit Schadstoffen aus Druckfarben belastet sein, ist also als Tüte für den Transport in Ordnung, aus gesundheitlicher Perspektive, nicht aber für langfristigere Lagerung.

 

PE, Polyethylen

Plastik hat ein schlechtes Image, was in Bezug auf die Ursprungssubstanz, Erdöl, sicher berechtigt ist; aber PE wird ohne weitere Umweltbelastung hergestellt. PE verrottet irgendwann, wird es verbrannt tut es dies schadstofffrei. Jedenfalls wenn keine Stabilisatoren o.a. eingebaut wurden.

 

PP, Polypropylen

ist unsere zweite Wahl bei Plastikverpackungen. Im Gegensatz zu PE ist PP härter, deshalb für stabile Verpackungen tauglich, z.B. bei Oliven- und Joghurtbechern, dafür aber von der Umweltbilanz nicht ganz so astrein.

"Lebensmittelecht" ist die Bezeichnung für PE oder PP ohne weitere Zusätze wie Weichmacher oder Stabilisatoren. Unser Käsepapier zB ist ein solches PE, das keine Stoffe an das Produkt abgibt. Das belegen zudem regelmässige Analysen unserer Hersteller.

Momos wiederverwendbaren Gemüsebeutelchen sind aus recyceltem PP. Es war nicht unerheblicher Aufwand ein Produkt zu finden, dass nicht aus reimportierten Grünen Punkten im fernen Osten, sondern hier in Deutschland aus Deutschem Müll produziert wird. Nicht dass das nationalistisch angehaucht wäre ;–)

 

PET

PET- Flaschen emittieren Schadstoffe. Selbst in säurearmem Wasser sind nach relativ kurzer Zeit Spuren nachweisbar. PET finden Sie bei Momo nicht.

Als Alternative dienen unsere Flaschen Marke –> Isybe (Bisphenol-frei) oder –> Emil (Glas) oder die -> SoulBottles

 

PVC

gibt Stoffe in die Produkte ab, insbesonders bei fetthaltigen und sauren Produkten wie Milch, Öl oder Saft.

PVC, Vinylchlorid, kann beim Menschen Krebs erzeugen und wirkt erbgutverändernd. Auch andere Ausgangsstoffe der PVC-Herstellung sind bedenklich. Die enthaltenen Weichmacher gelangen über Atem, Speichel oder Hautkontakt in unsere Körper. Mit allen gesundheitlichen Konsequenzen die aufzuzählen einen längeren Atem benötigte.

Auch im Biobereich gibt es PVC-haltige Beschichtungen, in Deckeln von Gläsern und Flaschen. Der Deckel ist meistens nur am Rand beschichtet um eine Emission (v.a. Weichmacher) in das Produkt zu vermeiden, was auch meist funktioniert, wie Analysen belegen. Alternativen werden kommen...

Leider betrifft das auch meine heilige Plattensammlung, die "Vinyls"...

 

Übrigens: Fast kein PVC bei Momo. Unser Fussboden ist pvc-frei und aus Kautschuk, unsere Wandfarbe pvc-frei und mineralisch. Ganz ohne PVC geht es tatsächlich nicht, in irgendeiner Kleinigkeit findet es sich bestimmt, vor allem im technischen Kram. Aber im Grossen sind wir pvc-freie Zone.

 

Thermische Verwertung

Müll ist Müll, exportiert wird der Kram oder "thermisch verwertet", was nichts anderes bedeutet als dass der ganze Mist verbrannt wird. Wie der andere Müll auch. Aber vorher sortiert und gereinigt. Sie tun damit lediglich etwas gegen die Überfüllung Ihrer Mülltonne, und müssen so nicht vielfach für deren Entsorgung bezahlen.

Mit der Einführung des "Dualen Systems" (was ist daran dual? Richtig, die Kosten und die Vorstandsgehälter!) stieg der Wasserverbrauch in der BRD um `zig Prozent, deutsche Gründlichkeit. Der Müll wird also auch noch mit aufwendig geklärtem Trinkwasser gereinigt, bevor er in die Müllverbrennung kommt. Und dort muss, wegen eben jener Gründlichkeit, fossiler Brennstoff hinzugegeben werden, weil im Restmüll zu wenig Brennbares ist...

 

Tuben & Weißblechdosen

sind energetisch nicht dramatisch; das Problem ist, dass sich Stoffe aus der Beschichtung in den Dosen lösen, je nach Säuregehalt des Produkts schneller oder langsamer. Siehe unten –> Dosen von Rapunzel (Bohnen- und Tomatenprodukte).

"Dosenfutter" a priori als degenerative Form der Nahrungsmittelkonservierung zu betrachten- es muss manchmal eben schnell gehen können. Glasverpackungen haben unseren Vorzug, an Dosen und Tuben kommen wir aber nicht ganz vorbei.

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Rapunzel zu Bisphenol A:

>> Bisphenol A (BPA) in Konservendosen / Juni 2013

Liebe Kundinnen und Kunden,

bezüglich der Frage, ob in Konservendosen die Substanz Bisphenol A (BPA) enthalten ist, beschäftigte sich Ende 2012 auch die Verbraucherzentrale Bayern. Die Rückmeldungen der befragten Lebensmittelhersteller an die Verbraucherzentrale Bayern zeigen, dass die Dosen der angefragten Produkte bei allen Herstellern BPA enthalten.

Auch die Lieferanten von Rapunzel verwenden derzeit für die Doseninnenbeschichtungen noch BPA. Die Substanz ist ausschließlich in Konservendosen und der Tube des Tomatenmarks in geringen Spuren enthalten.

Jedoch ist Rapunzel bemüht eine entsprechende Alternative zu finden.

BPA-freie Beschichtungen sind momentan bei den Dosenherstellern noch in der Testphase, es existieren noch keine praxisreifen Alternativen.

Bisphenol A ist eine Rohstoffkomponente von Epoxidharzen. Epoxidharze werden für die Herstellung der Innenbeschichtung bei Konservendosen verwendet. Sie sind bei guter Herstellungspraxis nahezu vollständig in der Innenbeschichtung gebunden. Nur kleinste Mengen können in den Konserveninhalt übergehen.

Die Innenbeschichtung wird benötigt, damit die Blechdose nicht korrodiert und dadurch keine Metalle in das Lebensmittel übergehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertet BPA als eine Substanz, der eine hormonähnliche (u.a. östrogenartige) Wirkung zugeschrieben werden kann. Gesundheitliche Schäden im Bezug auf diese Chemikalie sind bisher beim Menschen jedoch nicht nachgewiesen worden. Die Substanz wird im menschlichen Körper schnell verstoffwechselt und über die Nieren ausgeschieden, so dass diese keine östrogene Auswirkung auf den Körper hat. (Quelle: Aktualisierte FAQ des BfR vom 23. Mai 2012)

Laut der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) liegt der Grenzwert für die tägliche Aufnahmemenge für BPA bei 0,05 mg pro Kilogramm Körpergewicht und beinhaltet einen Sicherheitsfaktor von 100. Dieser Grenzwert wird bei Rapunzel selbstverständlich eingehalten.

Wir hoffen, dass wir Sie durch unsere detaillierte Information bezüglich Bisphenol A in Konservendosen ausreichend informieren konnten.

Ihr Rapunzel-Team

 

Anmerkung Momo: Zwar hat das BfR eine Unbedenklichkeit ausgeschrieben, andere Behörden sehen das nicht so. Siehe auch: –>  Wikipedia über Bisphenol A

 

Studie zu Bioplastik / Oktober 2012

Aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellte, biologisch abbaubare Kunststoffe haben gegenüber herkömmlichen Verpackungen keine ökologischen Vorteile.

Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Untersuchung des Umweltbundesamtes.

Das spricht nicht gegen biologisch abbaubarer Verpackungen, sondern nur gegen die Bewerbung als besonders umweltfreundlich.

 

Weniger CO2– mehr Feinstaub

Im Rahmen der Untersuchung hatte das IFEU-Institut 85 Ökobilanzen, Studien und Fachartikel ausgewertet. Zwar schnitten darin die Biokunststoffverpackungen bei den Treibhausgasemissionen und beim fossilen Ressourcenverbrauch deutlich besser ab. Klare Nachteile ergaben sich bei anderen Umweltindikatoren wie der Versauerung von Böden, überdüngten Gewässern und Feinstaubemissionen.

Den Landverbrauch (Tüte statt Teller) bewertete die Untersuchung angesichts der geringen Mengen an Bioplastik vorerst noch als unproblematisch.

Insgesamt stuft das IFEU beide Verpackungsarten als gleichwertig ein, sowohl bei Folien als auch bei formfesten Verpackungen wie Einwegbechern. Allerdings schreibt das IFEU auch, es sei klar erkennbar, dass sich die Umweltwirkungsprofile vieler Biokunststoffe stark verbessert haben und weiterhin beträchtliche Optimierungspotenziale bestehen.

 

Mehrere Bio-Hersteller nutzen biologisch abbaubare Verpackungen. Für eine solche Umstellung spricht, dass die Klimaerwärmung und das absehbare Ende fossiler Ressourcen besonders gravierende Umweltprobleme darstellen. Vorteile in diesem Bereich kann man deshalb mit gutem Grund stärker werten als erhöhte Feinstaubemissionen.

 

Der häufig für Folien eingesetzte Biokunststoff PLA wird zu einem großen Teil in den USA hergestellt– aus gentechnisch manipuliertem Mais.

 

Zur Entsorgung der Biokunststoffe heißt es in der Studie, dass deren Kompostierung keine pflanzenverfügbaren Nährstoffe und auch keinen Beitrag zum Aufbau von Bodenstruktur liefere. Deshalb sei sie als reine Entsorgung anzusehen. Aus Sicht der Ökobilanz wäre eine Verbrennung sinnvoller, da dadurch wenigstens Energie gewonnen würde. Weder die Betreiber von Kompostanlagen noch die Recycler herkömmlicher Kunststoffe wollen Bioplastik in ihren Abfällen, da es den Betrieb der  Anlagen stört. Deshalb schreibt auch das Umweltbundesamt in seinen FAQ: Bioplastik soll in die Restmülltonne und wird verbrannt.

 
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letzte Änderung:
Mo., 14.05.2018